Heizhaus Uferstudios/Theater untem Dach , Berlin
Premiere 29.10.2026

SAN PAOLO
Das Martyrium von Pasolini
Was wäre, wenn ein Faschist plötzlich zum Antifaschisten würde? Würden wir ihm glauben?
Der italienische Schriftsteller und Regisseur Pier Paolo Pasolini (1922–1975) glaubte, dass der Heilige Paulus heute hier unter uns ist und dass seine Bekehrung – vom Verfolger des Glaubens zum Verkünder des Glaubens – noch immer stattfindet. Er arbeitete an einem Drehbuch, in dem die Apostelgeschichte in der Nazizeit beginnt und sich bis in seine eigene Zeit im Europa der Nachkriegszeit erstreckt.
Allerdings gelang es ihm nie, sein Drehbuch fertigzustellen. Er wurde unter bis heute ungeklärten Umständen ermordet. Aber können wir ernsthaft glauben, dass er nicht von Faschisten ermordet wurde? Und was wäre, wenn Pasolinis Mörder heute wieder an die Macht kämen?
Das Ensemble – unter der Leitung von Regisseur David Stöhr und Dramaturg Dirk Brauner – untersucht in einer Mischung aus Theater, Tanz, Video und Klangkunst, wie eine paulinische Bekehrung heute angesichts eines wiederauflebenden Faschismus aussehen könnte.
Mit Javeh Asefdjah, Jared McNeill, Jules* Elting, Tiziano Portas
Regie: David Stöhr
Dramaturgie: Dirk Brauner
Bühne und Kostüm: Marie-Luce Theis
Video: Sébastien Dupouey
Musik/Sound Design: Lasse Winkler
Choreographie: Evelin Facchini
Regieassistenz: Jay Mayhem, Alberto Afferni
SAN PAOLO is a production by Dirk Brauner & David Stöhr, funded by Hauptstadtkulturfonds coproduced by Theater unterm Dach, in cooperation with PSD Collective/Uferstudios GmbH, with kind support by Silvia Kohlberger & Stefan Detzel
TICKETS HIER
Stadttheater Ingolstadt
Premiere 19.12.2026
von Arthur Miller Deutsch von Volker Schlöndorff und Florian Hopf
Über 30 Jahre lang hat Willy Loman als Handelsvertreter die Städte und Dörfer um New York aufgesucht und ist nun dem Leben eines Handlungsreisenden nicht mehr gewachsen. Der Juniorchef seiner Firma lehnt Lomans Bitte, ihn in einer ande ren Abteilung zu beschäftigen, ab. Er rät ihm, sich eine Weile auszuruhen, was einer Entlassung gleichkommt. All seine Träume von einem ruhigen Alter in bescheidenem Wohlstand sind zerschlagen. Unfassbar für Loman, der sich immer für einen besonders tüchtigen Vertreter gehalten hat. Auch seine beiden Söhne können ihn nicht unterstützen. Sie haben den materiellen Erfolg, der ihnen vom Vater eingeimpft wurde, nie erreicht. Besorgt um die Familie sieht Willy Loman als einzigen Ausweg den Freitod. Durch diesen Selbstmord würde seine Familie eine Versicherungssumme von 20.000 Dollar erhalten und könnte sorgenfrei leben.
Der amerikanische Dramatiker Arthur Miller schrieb die Tragödie in zwei Akten 1949, im selben Jahr gewann es den Pulitzer Preis für Drama und einen Tony Award für das beste Theaterstück. Er erzählt die Geschichte des Protagonisten als ein Kaleidoskop aus seinen Erinnerungen, Träumen und Begegnungen. Es wurde zehn Mal für das Kino adaptiert. 1999 sagte der New Yorker Theaterkritiker John Lahr, dass es mit 11 Millionen verkauften Exemplaren „wahrscheinlich das erfolg reichste moderne Theaterstück ist, das jemals veröffentlicht wurde”.
Premiere am 19. Dezember 2026
- Regie: David Stöhr
- Bühne und Kostüme: Sarah Sassen
- Musik: Lasse Winkler
- Dramaturgie: Kolja Buhlmann

