Und als Lulu hinausstieg und der flimmerndsten Blume gleich blühte, verloren wir uns für einen Augenblick. Es hätte eine gute Zeit werden sollen, doch während uns ihr erstaunlicher Gedanke dämmerte, graute uns Böses. Wie amüsiert wir also waren, als der Himmel sich verpflichtete auf sie herabzufallen. Da lag sie dann, zwischen den Beinen nichts sagend, ein Loch nunmehr in unserer Erinnerung. Endlich wähnten wir uns wieder in Eintracht. Und nur die Erde lachte leise: Ich will kein Mensch mehr sein.
Dirk Brauner
 
„Allein die Bejahung kehrt zurück; allein, was bejaht werden kann, kehrt zurück.“
Gilles Deleuze

„In einer beachtenswerten Textfassung von Dirk Brauner und David Stöhr, der zugleich für die Regie verantwortlich ist (…) Stöhrs stringente Regie lässt keine emotionalen Verschnaufpausen zu.“

Aurelia Gruber European Cultural News

„David Stöhr, der zuvor Psychologie studiert hat, inszeniert ein rastloses und bedrückendes Spiel, überfrachtet es aber allzu sehr. Er arbeitet mit Nacktheit und Körperflüssigkeiten, es wird geschrien, gespien und mit Flaschen vergewaltigt – das Jugendverbot, das für die Produktion gilt, ist nachvollziehbar.“

Kathrin Nussmayr Die Presse

LULU

nach Franz Wedekind

in einer Fassung von David Stöhr
 und Dirk Brauner

Regie: David Stöhr

Bühnenbild: Sarah Sassen
Kostüme: Agnes Burghard
Musik: Bernhard Eder
Dramaturgie: Dirk Brauner

Mit: Marie-Luise Stockinger, Pauline Fusban, Enrique Fiß, Stefan Gorski,Lennart Lemster, Samouil Stoyanov, Evgeny Titov, Andrei Viorel Tacu, Luka Vlatkovic und Lukas Watzl

Premiere Oktober 2014 Max Reinhardt Seminar

Tour 2015 Landestheater Niederösterreich, Theater in der Josefstadt, ITSelF Festival Warschau

Auszeichnung: ITSelF Festival Warschau – Gran Prix Ensemblepreis

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